Mathe - Axel Pelz

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Zwei Gedanken zur Mathematik:

1.) In annähernd jedem Artikel über Comiczeichner steht, so oder so ähnlich, die Wendung, er oder sie habe »ins Matheheft mehr lustige Figuren gezeichnet, als Gleichungen gerechnet«. Das sagt entweder, dass Mathematik uninteressanter sei Comiczeichnen, oder dass Comiczeichner allgemein nichts von Mathematik verstünden. Beides ist unwahr.

2.) Man kann heutzutage in einem Gespräch locker einstreuen, das man von Mathematik mal so wirklich gar nichts verstehe. Und sicher sein, dass die Gesprächspartner – sogar die undiplomatischeren unter ihnen – daraufhin nicht losprusten und einen für dumm erklären. Kein Mensch sagt hingegen, er oder sie verstünde nichts von Erdkunde, Politik, Religion oder Deutsch. Die Chance, dann für dumm gehalten zu werden, ist doch ungleich größer. These: es scheint in Ordnung zu sein, nichts von Logik zu verstehen, dafür aber Sachwissen zu haben.

Axel Pelz schert sich offenbar um diese beiden Gedanken einen feuchten Kehricht. In seinem Comic »MATHE« geht er einfach davon aus, dass, wer Interesse an Logik (hier: Mathematik) hat, in gleichem Maße Interesse an Kunst (z.B. Comics) mitbringt. Das Angebot, ein Vorlesungsskript des Mathematikprofessors Dr. Christian Spannagel über Arithmetik (Zahlentheorie) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu illustrieren, nutzt er dazu, gleich einen ganzen Comic daraus zu machen. Beginnt bei Euklid und den Primzahlen, schwenkt über den Satz des Pythagoras zu Fermat und dessen großen oder letzten Satz, beweist nebenher auf unorthodoxe Art die Goldbachsche Vermutung und landet, über die Zahl Pi hüpfend, beim Zwillingsparadoxon in Einsteins Relativitätstheorie. Das alles in einem Stil, der eine ganz eigene Fusion der 1920er Max Fleischer Cartoons mit dem klassischen Sixties US-Underground und 80er Krakeligkeit bietet. Axel Pelz sagt, der Comic sei für ihn eine Herausforderung gewesen, aber er hätte ihn auch als eine Herausforderung an seinen Professor verstanden.

Damit ist »MATHE« ein sehr eigenes Buch geworden. Kein Lehrbuch, sondern ein Buch, dass Erlerntes (oder noch zu erlernendes) aus dem Bereich der Arithmetik einsetzt, um komische Situationen zu erzeugen. Das mit der und über die Wissenschaft lacht. Die darin beschriebenen mathematischen Probleme gehören nicht zur neueren Mathematik – Goldbach lebte im 17., Fermat im 18. Jahrhundert, und Euklid, nun ja: die Antike – aber Axel Pelz beschreibt sie mit seinem Humor aus einer neuen Sicht. Eine Sicht, auf die man sich einlassen muss. Selbst, wenn man Mathematik mal so wirklich voll versteht.

Axel Pelz wurde am 12.121976 in Bremerhaven geboren. Nach der Schule studierte er Kommunikationsdesign an der FH Mannheim und arbeitete 15 Jahre als freiberuflicher Schwimmlehrer. Er studiert im Zweitstudium Sonderpädagogik an der PH Heidelberg mit den Schwerpunkten Kunst und Mathematik. In Geometrie fiel er durch die Zwischenprüfung und musste von Mathematik auf Deutsch wechseln. Er arbeitet zur Zeit als Pflegehelfer in Heidelberg und lebt in Dossenheim. Seine Hobbies sind Skateboard fahren und Sport.

74 Seiten, A5, Softcover, schwarzweiss, farbiges Cover. Genre: Schulbuch Spaß (?)

Text/Zeichnungen Axel Pelz
Seitenzahl 74
Farbe Cover Farbe, innen s/w
Größe/Format DIN A5
Verlag Zwerchfell

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